Die Zweite hält die Fahnen hoch
Der Start ins neue Spieljahr ist zumindest personell geglückt – fast alle Spieler waren einsatzbereit, so dass Spielleiter Olaf Knauer aus dem Vollen schöpfen konnte. Doch allein die Jungs vom SKW II wussten in ihrem Match voll zu überzeugen, der Sieg fiel sogar etwas zu hoch aus. Die Dritte musste Lehregeld zahlen und die Erste schaffte es doch tatsächlich, keine einzige Partie zu gewinnen – mit sieben Remis lässt sich am Ende die Klasse wohl kaum halten.
SKW III – SV Neustadt III 0,5:3,5
Igor Blasniak musste nach einer guten Stunde Spielzeit gegen den Routinier und Mannschaftsführer der Gäste die Segel streichen, aber auch an den anderen Brettern standen die Weidhäuser zu diesem Zeitpunkt schon unter Druck. Auch Norbert Rehe gab dann bald auf, es gab keine Rettung mehr. Die Routiniers kämpften, doch auch bei Dieter Günther reichte es an diesem Tag zu nichts Zählbarem. So war es Hans Kugelberg vorenthalten, das „Ehrenremis“ zu holen, was an der klaren Niederlage aber nichts änderte.
SKW II – SV Seubelsdorf II 5,5:0,5
Etwas zu hoch fiel der Sieg für die Gastgeber aus, als Siegprämie wird aber überlegt, allen eine Uhr zukommen zu lassen, damit der Treffpunkt auch bei Heimspielen als durchaus sinnvolle Größe wahrgenommen wird. Dass die halbe Mannschaft um 5 vor Zwei nicht anwesend ist trägt jedenfalls nicht zwingend zur Entspannung des Spielführers bei.
Bereits 20 Minuten nach Spielbeginn zeigten sich Malte Schubert hellwach überspielte flott seinen Kontrahenten, so dass es schnell 1:0 stand. Während es die ersten drei Bretter ruhig angehen ließen, opferte Arndt einen Bauern für die Initiative – gleichzeitig verbockte Manfred „Buggi“ Knauer seine Eröffnung grundlegend, fand aber knifflige Wendungen und schlug in für ihn typischer Manier später eiskalt zurück. Inzwischen attackierte Norbert Wurst den in der Mitte stecken gebliebenen Monarchen und führte den Königsangriff in ein klar gewonnenes Endspiel über, so dass es kurz vor Vier 2:0 stand. Kurz darauf dann hielten alle den Atem an: An Brett zwei überschritt der erste Bauer die Brettmitte!
Eine weitere halbe Stunde dauerte es, ehe Buggi tatsächlich noch sein Bauernendspiel gewinnen konnte und damit das Match quasi entschied. Arndt remisierte dann endgültig zum Sieg, die junge Truppe der Gäste konnte einem ein wenig leidtun. Als dann auch noch Frank Gugisch und Marc Gärtner jeweils den vollen Zähler holen konnten, stand der Kantersieg fest, die Uhren konnten bestellt werden…
SG Sonneberg I – SKW I 4,5:3,5
Der Regionalligaabsteiger wartete auf die Erste des SKW, und nicht wenige bezeichneten das Match als Abstiegsthriller, den beide konnten jeden Punkt brauchen. Insofern war Spielleiter Olaf Knauer natürlich froh, dass Weidhausen in Topbesetzung antreten konnte, während bei Sonneberg zwei Spieler ersetzt werden mussten.
Die Taktik war klar: Brett 7 und 8 ist nominell klar besser besetzt, hier müssen ganze Zähler her. Am schwersten würde es an Brett 1 werden, wo Rüdiger Günther gegen Spitzenspieler Hartleb (2140 DWZ) mit weiß seine Außenseiterchancen nutzen wollte. Tatsächlich gelang es ihm, sich in der Eröffnung einen klaren Vorteil zu erarbeiten – den er im 19. Zug prompt einzügig wegwarf, als er einen Läuferspieß übersah. So stand es um 10.45 Uhr 0:1 und ab jetzt musste gepunktet werden.
Die positive Nachricht zuerst: Kein weiterer Weidhäuser verlor seine Partie! Und dann die schlecht: es gewann auch keiner. Sage und Schreibe sieben Remis wurden an den restlichen Brettern erzielt, eines genauso wenig hilfreich wie das andere.
Dabei zeigten einige Spieler durchaus großen Kampfgeist: Christoph Sonnenberg lehnte Remis an Brett zwei ab, Volker Herdin tat dies gegen den bietfreudigen Rierl mehrfach.
Das Remis von Jürgen Dehler kurz nach 12 Uhr ging dann völlig in Ordnung, er musste einige Drohungen abwehren und konnte sich in ein ausgeglichenes Endspiel retten. Auch die Unentschieden von Herdin und Sonnenberg waren schließlich unabwendbar. Enttäuschend und entmutigend für den Rest war allerdings der Friedensschluss von Gert Schillig, der mit Schwarz völlig passiv spielte und es Herrmann somit leicht machte, die Partie stets ausgeglichen zu halten.
Den Ausgleich auf dem Fuß hatte Spielleiter Olaf, der Altmeister Geisensetter klar dominierte und zwei Mehrbauern eroberte. Doch der alte Hase hatte noch einen taktischen Trick, der ihm ein Dauerschach gebracht hätte – Olaf gab die 2 Bauern zurück. Auch hier wurden die Punkte nur geteilt, die Felle schwammen endgültig davon.
Herbert Hempfling, der die ganze Partie über recht unnötig in großer Bedrängnis war, da seine Figuren kaum harmonierten, versuchte noch ein paar Tricks, dies kam allerdings zu spät, auch diese Partie verflachte. Der letzte Kämpfer war einmal mehr Vorstand Tom Carl, der einen Bauern für aktives Spiel gab, am Ende aber auch nur ein Dauerschach erarbeiten konnte, sein lange Zeit gut positionierter Springer hatte doch nicht die erhoffte siegbringende Wirkung.
Nun hängt man tief im abstiegssumpf und muss in Bindlach unbedingt gewinnen, will man noch eine realistische Chance auf das rettende Ufer haben.
Pokal 2025
Im Viertelfinale sind folgende Paarungen am heutigen Freitag zu spielen:
Tom Carl – Klara Stengel
Christoph Sonnenberg – Finn Knauer
Jürgen Dehler – Gert Schillig
Termine:
30.01.26 U-14 gg Burgkunstadt
30.01.26 Endtermin Pokal Viertelfinale
07.02.26 SKW II – SSV Burgkunstadt II
08.02.26 TSV Bindlach II – SKW I
13.02.26 4. Blitz-Turnier 2025/26
20.02.26 Endtermin 5. Runde VM
27.02.26 4. Schnellschach-Turnier
Trainingsabend
Schachinteressierte sind bei uns immer herzlich willkommen! Selbstverständlich können bei uns auch gerne Erwachsene mit dem Schachspielen beginnen oder ihr bereits erlerntes vertiefen. Trainingsabend der Erwachsenen ist freitags ab 19.00 Uhr im Tell-Schützenhaus. Für die Jugend beginnt das Training, ebenfalls freitags, um 18.30 Uhr.
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