Gebrauchtes 5,5:12,5 – Wochenende für den SKW – die Erste blickt in den Abgrund

Am vorletzten Spieltag in den oberfränkischen Ligen gab es für den Sk Weidhausen trotz dreier Heimspiele gar nichts zu holen. Während die Zweite damit die Saison beendet (der Gegner am letzten Spieltag hat zurückgezogen) wird die Truppe vom SKW III die Spielzeit sicher auf Rang 7 abschließen. Noch alles offen ist für das Aushängeschild in der Bezirksoberliga: aktuell steht man auf einem Nichtabstiegsrang, ein Herzschlagfinale droht.

SKW III – Coburger SV II 1:3

Für Hans Kugelberg war das Mach beendet, als noch nicht alle richtig angefangen haben. Eine völlig verpatzte Eröffnung führte im 12. Zug zum Selbstmatt und damit zum 0:1. Besser machte es Malte Schubert an Brett 2, der nach der Eröffnung einen sichtbaren Vorteil aufweisen konnte. Diesen münzte er in einen Quali- und zwei Bauerngewinne um und glich zum 1:1 aus. Igor Blasiak stand kurz vor einem schönen Sieg, als er einen Bauern gewann und klare Chancen besaß. Doch einige ungenaue Züge ließen den Gegner auf die 7. Reihe eindringen, so dass die Partie noch zugunsten des Gegners kippte. Gegen seinen erfahrenen Kontrahenten war Karl Wagner von Beginn an auf verlorenem Posten, so dass am Ende ein 1:3 zu Buche stand.

SKW II – Kronacher SK II 1,5:4,5

Gegen den klaren Favoriten und nach dem Match auch vorzeitigen Kreisoberligameister aus Kronach hingen die Trauben einmal mehr zu hoch. Keine Partie konnte gewonnen werden, lediglich drei Remis knöpfte man den Gästen ab.

An Brett 5 legte Norbert Rehe einmal mehr los wie die Feuerwehr und absolvierte in 20 Minuten 20 Züge. Als er zum ersten Mal tiefer in die Stellung schaute, waren bereirts zwei Bauern verloren und es folgte zu allem Überfluss noch ein Damenverlust, der zum 0:1 führte. Gegen den unbequem zu bespielenden Baumgärtner versuchte Arndt Knauer alles. Er gab seine solide Königsstellung auf, um etwas zu probieren, stellte aber umgehend eine Figur ein und gab postwendend auf. Frank Gugisch kam aus der Anfangsphase gut heraus und war sichtlich zufrieden. Als sein Kontrahent Lieb ihm in ausgeglichener Stellung Remis bot, beschloss er daher, seine Kräfte für seinen Einsatz am Sonntag in der „Ersten“ zu sparen und willigte nachvollziehbar ein. Gegen den starken Tobias Pfadenhauer verpatzte Marc Gärtner den Übergang ins Mittelspiel und musste einen Bauern „spucken“. Ein schwächerer Läufer tat sein Übriges und als noch eine Qualität verlustig ging reichte Marc seine Hand zum Zeichen der Aufgabe.

Manfred Knauer und Christian Schmidt-Ramming kämpften trotz der feststehenden Niederlage fast vier Stunden und belohnten sich am Ende beide mit einem Unentschieden. Dabei war Buggi Knauer sogar einen Bauern im Vorteil, konnte diesen aber nicht ummünzen. Christian war einen Bauern hinten und holte sich diesen nach dreieinhalb Stunden zurück, so dass sein Remis gegen den ehemaligen Bezirkspräsidenten Hans Blinzler hochverdient war.

Die zweite Mannschaft liegt auf Rang 6, kann aber trotz Zuschauerrolle am letzten Spieltag noch ein, zwei Ränge gutmachen.

SKW I – SG Hollfeld/Memmelsdorf I 3:5

Die Ausgangslage war für die erste Mannschaft denkbar günstig: Der Gegner aus Hollfeld war praktisch gesichert, ein Sieg würde wohl für beide den sicheren Klassenerhalt bedeuten. Doch leider musste man kurzfristig – die Stichwahl in Forchheim war schuld – auf Topspieler Rüdiger Günther verzichten, der somit beruflich verhindert war. Da die Gäste aber mit fast bester Stammaufstellung antraten, war man plötzlich in der Außenseiterrolle, und die konnten einige Spieler nie ablegen.

An Brett 8 begann es mit einem Paukenschlag, also nach wenigen Zügen Martinez bei Frank Gugisch einen Läufer in die Königsstellung opferte. Frank war somit materiell in Vorteil, musste in der Folgezeit aber viel Rechentiefe und somit zahlreiche Minuten investieren, um dem Druck des Hollfelders standzuhalten.

Erneut recht passiv legte Gert Schillig seine Partie gegen Münzel an, so war es nicht weiter verwunderlich, dass schon um 9.45 Uhr ein Endspiel auf dem Brett war, bei dem beiden Seiten zwei Türme, eine Leichtfigur und 5 Bauern hatten. Eine halbe Stunde später eroberte Jürgen Dehler eine Figur gegen den zu offensiv denkenden Brandman. Man schöpfte Hoffnung im Lager des SK.

Gegen 11 Uhr wendete sich das Blatt langsam: Während Gert das Remis nach Hause brachte und Jürgen seine Gewinnstellung weiter ausdehnte, musste Frank zweimal eine Qualität zurückgeben und standen Olaf Knauer und Christph Sonneberg sehr gedrückt.

Um 11.30 fiel dann quasi die Vorentscheidung. Herbert Hempfling, der die ganze Saison nie an seine gewohnte Form anknüpfen konnte, stellte in wenigen (seltsamen) Zügen einfach eine Figur ein und gab umgehend und zurecht auf. Jürgen Dehler konnte zwar den verdienten Punkt einfahren, aber Frank musste schließlich dem Druck des Gegners Tribut zollen. Es stand somit 1,5:2,5 für Hollfeld.

Etwas Hoffnung schöpften die Männer um Spielführer Olaf Knauer, als Christoph gegen den nominell stärkeren Manner ins Remis abwickeln konnte. Doch dann zog Olaf, der sich zwischenzeitlich etwas aus dem Druck von Brehm lösen konnte, seine Dame zu optimistisch in die gegnerische Hälfte, so dass sich ein Hollfelder Bauer schließlich als tödlich erwies. Man lag also 2:4 hinten und konnte maximal auf eine Punkteteilung hoffen.

Vorstand Tom Carl, der die ganze Zeit leicht im Vorteil war, aber nicht recht den Weg zum Sieg ffand, probierte schließlich mit frechen Zügen, den Gegner zu überlisten. Dies gelang ihm fast, doch fand er in hoher Zeitnot den Gewinnzug nicht, und da er schließlich selbst einen verhängnisvollen Zug wählte, musste er notgedrungen das Remis von Pezhmanyar annehmen.

Als alles gellaufen war, remisierte auch Volker Herdin in völlig ausgeglichener Stellung gegen Niemetz, das 3:5 war unter Dach und Fach. Nun muss man die Reise am letzten Spieltag nach Kulmbach antreten, die mit einem Sieg Meister werden können. Punkten Sonneberg (gg Hollfeld) und Kirchenlaibach (gg Kronach), dann muss der SK trotz Underdog – Rolle ebenfalls etwas Zählbares erreichen. Doch bekanntlich war der SK immer dann am stärksten, wenn er mit dem Rücken zur Wand stand….

Schnellschch-Serie

Am heutigen Freitag findet um 19.30 Uhr unser 5. Schnellschach-Turnier 2025/26 statt. Auf zahlreiche Teilnehmer freut sich euer Spielleiter.

VM 2025

In der letzten Runde sind folgende Paarungen bis zum 24.04. zu spielen:

Rüdiger Günther                       –           Gert Schillig

Frank Gugisch                          –           Tom Carl

Olaf Knauer                              –           Finn Knauer

Manfred Knauer                                    –           Jürgen Dehler

Norbert Wurst                           –           Christoph Sonnenberg

Christian Schmitt-Ramming       –           Herbert Hempfling

Hans Kugelberg                                   –           Dieter Günther

Arndt Knauer                            –           Malte Schubert

Jugendtraining

In den Osterferien entfällt das Jugendtraining. Am Freitag, 17.04. starten wir wieder zur gewohnten Zeit.

Termine:

10.04.26           5. Schnellschach-Turnier 25/26

24.04.26           Endtermin 7. Runde VM

25.04.26           SK Mitwitz I – SKW III

26.04.26           SK Kulmbach I – SKW I

Trainingsabend

Schachinteressierte sind bei uns immer herzlich willkommen! Selbstverständlich können bei uns auch gerne Erwachsene mit dem Schachspielen beginnen oder ihr bereits erlerntes vertiefen. Trainingsabend der Erwachsenen ist freitags ab 19.00 Uhr im Tell-Schützenhaus. Für die Jugend beginnt das Training, ebenfalls freitags, um 18.30 Uhr.

Aktuelle Infos unter http://www.sk-weidhausen1989.de

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