Schachklub Weidhausen – einfach unabsteigbar!
Eine verrückte Saison geht zu Ende, und man ist geneigt zu sagen: Ende gut, alles gut! Spielerausfälle wegen Stichwahlen und gestrichenen Flügen, klare Niederlagen und überraschende Siege – all das bot das vergangene Spieljahr. Doch am Ende sorgten die Ergebnisse an den anderen Brettern und sogar in den anderen Ligen für klare Verhältnisse – der SKW I spielt für ein weiteres Jahr in der Bezirksoberliga – seit 2012 gehört man (mit zwei Ausflügen nach oben in die Regionalliga) der höchsten Spielklasse in Oberfranken an!
Die „Zweite“ musste kampflos zuschauen – und belegt am Ende mit 11:7 Punkten einen guten 5. Platz. Eine stabile Größe in der Kreisoberliga, im nächsten Jahr will man wieder um die Meisterschaft mitkämpfen.
SK Mitwitz I – SKW III 4:0
Nach einigen Wirrungen, die auch im Zusammenhang mit den unerwartet schlechten Flugverbindungen aus Ägypten entstanden, fand sich die dritte Mannschaft in Mitwitz zum letzten Saisonspiel der Kreisliga ein. Im Kaminzimmer des Hotels Wasserschloss fanden wir in herrlichem Ambiente beste Spielbedingungen vor.
Die Gastgeber hatten sich auf ein bestens besetztes Weidhäuser Team eingestellt. Sie rechneten damit, dass die Gäste, deren zweite Mannschaft durch den Sonneberger Rückzug spielfrei war, personell aus dem Vollen schöpfen konnten. So sahen sich der Routinier Hans Kugelberg und die drei Weidhäuser Jugendspieler einer überlegenen Heimmannschaft gegenüber.
Karl Wagner lieferte Gerhard Kohles mit dessem gefährlichen Königsgambit eine couragierte Abwehrschlacht, geriet aber nach einem Läuferverlust auf die Verliererstraße. Alex Höpflinger, der früh zwei Bauern verloren hatte, steigerte sich in der Folge und spielte sehr ansprechend. Sein Gegner hatte nach eigenem Bekunden noch einigen Fallstricken auszuweichen, und in der mit Abstand längsten Partie des Tages musste Alex sich schließlich nach einem stark vorgetragenen Königsangriff geschlagen geben.
Direkt davor wurde Hans am Spitzenbrett ebenfalls durch eine Attacke auf den Monarchen zur Aufgabe gezwungen. Matheo Dietzel kam sehr ordentlich aus der Eröffnung, nach einer Springergabel mit Qualitätsverlust war gegen seinen erfahrenen Gegner die Stellung aber nicht mehr zu retten.
So blieb unter dem Strich ein 0:4, das aber vom Verlauf her keineswegs enttäuschend war und Hoffnung für die nächste Saison macht.
SK Kulmbach I – SKW I 6,5:1,5
Die Vorzeichen waren klar: um aus eigener Kraft die Klasse zu halten, musste ein Sieg in Kulmbach her. Die Gastgeber jedoch brauchten einen Sieg zur Meisterschaft und traten entsprechend in Bestbesetzung an. Dennoch zeigte man von Beginn an und vor allem in den ersten 90 Minuten ansprechende Gegenwehr. Nur Jürgen Dehler hatte Probleme auf den weißen Feldern und kämpfte vergeblich drum, seinen Monarchen durch Rochade in Sicherheit zu bringen.
Vorstand Tom Carl entschied sich gegen 10.30 Uhr, die ruhigen Pfade zu verlassen, einen angegriffenen Springer stehen zu lassen und sein Heil im Angriff zu suchen. Für eine geopferte Figur bekam er zwei Bauern und eine aktive Angriffsstellung. Kurz darauf gelang Christoph Sonnenberg eine taktische Finte mit Figurengewinn und auch an Brett eins kam Rüdiger Günther mehr und mehr in Vorteil.
Gegen halb 12 verlor Toms Gegner unter dem Dauerdruck kurz den Überblick – statt in ein vorteilhaftes Endspiel abzuwickeln wollte er seinen König in Sicherheit zu bringen und rannte in ein Familienschach – Gabel auf König und Dame. Der Gast führte 1:0 und es kam Hoffnung auf, die Liga mit einem Sieg selbst zu sichern!
Der Ausgleich fiel dann durch die Niederlage von Jürgen, die nur eine Frage der Zeit war. Ließ man seinen Blick dann über die hinteren Bretter schweifen, wurde einem mit jeder Überlegung übler. Herbert hatte am 6. Brett einen Turm gegen vier Bauern weniger – und der Turm war auch noch vor dem König aufgespießt. Gert Schillig gelangte nach solidem Beginn immer mehr unter Druck und ein Figurenverlust lag quasi in der Luft. Auch Finn Knauer konnte zwar das Material gleich halten, das Läuferpaar und die offenen Linien sprachen aber klar für seinen Gegner.
Als um 12 Uhr Spielführer Olaf Knauer – der 48 Stunden lang versucht hatte, einen funktionierenden Flieger aus Ägypten nach Hause zu bekommen und kaum Schlaf bekam – eine taktische Kombination übersah, war die Niederlage besiegelt. Gert stellte mit Ansage die Figur ein und gab kurz darauf auf. Herbert zog souverän nach. Finn nahm dankend ein Remis an und Olaf blieb nach letzten Angriffsbemühungen nur, die Hand zum Zeichen der Aufgabe zu strecken.
So war es an Christoph und Rü, noch für Ergebniskosmetik zu sorgen. Doch wenn es läuft, dann läuft es. Die Kulmbacher Sesselmann und Bogatenko wollten den Flow der gesicherten Meisterschaft mitnehmen und auch ihre Partien noch siegreich gestalten. Die beiden Weidhäuser schlossen die Saison aber genau so, wie es die ganze Zeit lief. Beiden unterlag noch ein kräftiger „Bock“, der jeweils eine Figur bzw. einen Turm kostete – und die kräftige 1,5:6,5 – Klatsche war besiegelt. Alle Zeichen standen auf Abstieg!
Mit dem Eintreffen zum traditionellen Schlussessen in der Kulmbacher Kommunbräu aber kam Schützenhilfe aus dem Ligamanager: Erst gewann Kronach in Kirchenlaibach, dann Hollfeld in Sonneberg, beide knapp mit 4,5. Aber damit war klar, dass man trotz der wirklich desolaten Leistung ein weiteres Jahr in der BOL bleiben würde!
Und schließlich traf man sich mit den Fans noch im Schützenhaus, erfuhr von den verrückten Ergebnissen aus der Regionalliga, nach denen auch Rang 8 noch zum Klassenerhalt genügt hätte, und verbrachte beim klassischen „Aufzug“ noch ein paar vergnügliche Stunden, den „verdienten“ Klassenerhalt zu feiern!
Termine:
15.05.26 Jahresschlussversammlung
Trainingsabend
Schachinteressierte sind bei uns immer herzlich willkommen! Selbstverständlich können bei uns auch gerne Erwachsene mit dem Schachspielen beginnen oder ihr bereits erlerntes vertiefen. Trainingsabend der Erwachsenen ist freitags ab 19.00 Uhr im Tell-Schützenhaus. Für die Jugend beginnt das Training, ebenfalls freitags, um 18.30 Uhr.
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